Wenn Kinder und Jugendliche trauern

Trauerarbeit mit Kindern
 
Kinder springen in die Pfützen der Trauer hinein und gleich wieder hinaus.

Kinder und Jugendliche trifft ein Todesfall doppelt: Auf ihnen lastet nicht nur die eigene Trauer, sondern auch die Gefühle und Unsicherheiten der Erwachsenen um sie herum. Deshalb gilt unser Augenmerk im Gespräch mit Hinterbliebenen immer auch den Jüngsten – ob als Geschwister, Kinder, Enkelkinder oder als Bekannte der oder des Verstorbenen. Eine unserer ersten Fragen lautet fast immer: Gab es Kinder oder Jugendliche, denen die oder der Verstorbene nahestand?

Wie Kinder in verschiedenen Altersstufen trauern

Trauer sieht bei einem Kindergartenkind anders aus als bei einem Jugendlichen, und beides will unterschiedlich begleitet werden.

Jüngere Kinder begreifen den Tod oft noch nicht als endgültig. Sie fragen wieder und wieder, wann Oma zurückkommt, und wechseln in Minuten von Tränen zum Spielen – das ist normal und kein Zeichen von Gefühllosigkeit.

Grundschulkinder verstehen die Endgültigkeit zunehmend und stellen sehr konkrete Fragen: Was passiert mit dem Körper? Tut das weh? Hier hilft ehrliche, klare Sprache mehr als beschönigende Bilder vom „Einschlafen", die Ängste auslösen können.

Jugendliche trauern oft zurückgezogen, teilen ihre Gefühle eher mit Gleichaltrigen als mit der Familie und schwanken zwischen kindlichem und erwachsenem Erleben. Sie brauchen Angebote, ohne dazu gedrängt zu werden.

Wie wir mit Kindern arbeiten

Mit Kindern aller Altersgruppen arbeiten wir vor allem kreativ. Wie wichtig ein letztes Bild sein kann, das man Opa noch mit in den Sarg gibt. Oder wie schön selbst die „hässlichste" Urne wird, wenn wir sie zusammen gebaut haben. Über das Tun findet ein Kind oft leichter einen Zugang zum Abschied als über Worte.

Aus unserer Praxis raten wir immer dazu, Kinder in einem angemessenen Rahmen in die Abschiednahme einzubeziehen. Das heißt nicht, dass sie bei allem dabei sein sollen – aber sie sollen ihren eigenen Platz im Abschiednehmen finden.

An allen Standorten in Berlin, Bonn, Leipzig und Potsdam arbeiten wir mit Netzwerken zusammen, die sich auf trauernde Kinder spezialisiert haben. Sprechen sie uns gerne an und wir stellen gerne einen persönlichen Kontakt her,

Für Kitas, Schulen und pädagogische Fachkräfte

Wir kommen in Schulen und Kitas – um Kinder zu begleiten und um pädagogische Fachkräfte darin zu schulen, mit trauernden Kindern umzugehen. Denn oft sind es Erzieherinnen und Lehrkräfte, die einem Kind nach einem Todesfall im Alltag begegnen, ohne darauf vorbereitet zu sein.

Unsere Erfahrungen aus dieser Arbeit hat lebensnah-Gründer Eric in das Buch „Wenn wir ins Gras beißen – Das Buch vom Tod für große und kleine Menschen" einfließen lassen. Das Kinderbuch wird in vielen Kindergärten und Grundschulen genutzt, um Wissen rund um Trauer, Sterben und Bestattungen kindgerecht zu vermitteln.

Regelmäßig bilden wir Erzieherinnen und Erzieher weiter, wie sie sich pädagisch den Themenfeldern Trauer, Sterben und Bestatten nähern und aber auch wie sie mit konkrten Verlustsituationen im Kitaalltag umgehen können,


Vorstellungen, Reaktion und Hilfsmöglichkeiten für Kinder & Jugendliche in Trauersituation

Wir haben einen kleinen Leitfaden erarbeitet, der das Verständnis von Kindern hinsichtlich des Todes für die jeweiliegen Altersgruppen geben kann.