Eric Wrede

Eric ist Bestatter. Das war nicht immer so.

Bevor er 2016 in die Bestattungsbranche wechselte, arbeitete er bei einer grossen Plattenfirm– unter anderem für Selig, Marius Müller-Westernhagen und Polarkreis 18. Irgendwann war ihm klar, dass er etwas anderes machen wollte. Etwas, das näher an dem ist, was wirklich zählt.

Er absolvierte eine Ausbildung zum Bestatter in einem traditionellen Berliner Bestattungshaus und gründete lebensnah – mit der Idee, dass ein Abschied so persönlich sein darf wie das Leben davor. Heute hat lebensnah Standorte in Berlin, Leipzig, Potsdam und Bonn.

Autor

2018 erschien sein erstes Buch "The End – Das Buch vom Tod" bei Heyne und wurde zum Spiegel-Bestseller. Es war kein Ratgeber und kein Trostbuch, sondern ein ehrlicher Blick auf das, was am Ende passiert – und warum wir so wenig darüber reden.

2024 folgte "Wenn wir ins Gras beißen – Das Buch vom Tod für große und kleine Menschen", ein Kinderbuch, das den Tod ohne Scheu erklärt und Platz 2 der ORF-Kinderbuch-Bestenliste erreichte.

Ebenfalls 2024 erschien "Auf Leben und Tod – Gespräche über das, was am Ende zählt", eine Auswahl aus seinem Podcast mit Kommentaren und Reflexionen.

Im November 2026 erscheint bei Insel Suhrkamp das neue Buch "Jeder Mensch kann trauern", das er gemeinsam mit Fee Vogel geschrieben hat. Die These: Trauer ist die logische Antwort auf Liebe – kein Defekt, den man überwinden muss.

Podcast

Seit mehreren Jahren moderiert Eric den ARD Podcast "The End – Der Podcast auf Leben und Tod" auf radioeins. Zu Gast waren unter anderem Eckart von Hirschhausen, Anke Engelke, Sven Regener und Sarah Kuttner. Der Podcast gehört zu den meistgehörten deutschsprachigen Podcasts zu den Themen Sterben, Tod und Trauer.

Film und Fernsehen

Das ZDF verfilmte das Buch "The End" als "Sterben für Beginner" – der Film gewann den Publikumspreis beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen.

2020 war Eric in der ZDF-Dokumentation "Blick in die Ewigkeit? – Der Tod und das Danach" zu sehen, in der er Nahtoderfahrungen und wissenschaftliche Perspektiven auf das Leben nach dem Tod untersuchte.

Die Langzeitdokumentation "Der Tod ist ein Arschloch" unter der Regie von Michael Schwarz feierte Premiere beim Max-Ophüls-Preis-Festival und kam 2025 in die deutschen Kinos – mit über 20.000 Kinobesuchern einer der erfolgreichsten deutschen Dokumentarfilme des Jahres.

Arte porträtierte ihn bereits 2018 in "Beauty of Death – A Funeral Director & his Mission".

Vorträge und Öffentlichkeitsarbeit

Eric ist regelmäßig als Vortragender tätig – in Schulen, Universitäten, Krankenhäusern, Hospizen und bei Fachtagungen. Sein Anliegen ist es, den Tod aus der Tabuzone zu holen – nicht als Provokation, sondern weil ein offener Umgang mit Sterben und Trauer Menschen entlastet.

Er schreibt und schrieb regelmäßig Kolumnen für die Berliner Zeitung und Spiegel, und er wird regelmäßig als Experte in Medien eingeladen – von der Süddeutschen Zeitung über Deutschlandfunk Kultur bis zum Stern.

Einen ausführlicheren Überblick über seinen Werdegang und seine Veröffentlichungen gibt es auf Wikipedia.

Bei lebensnah

Eric arbeitet nicht nur als Gründer, sondern als Bestatter. Er begleitet Familien vom ersten Anruf bis zum abschließenden Gespräch, das oft Wochen nach der Beisetzung stattfindet. Er gestaltet die regelmäßigen Vorsorgeabende in Potsdam, Leipzig und Berlin.

Seine öffentliche Arbeit und seine Arbeit bei lebensnah sind für ihn dasselbe: Es geht darum, dass Menschen einen Abschied bekommen, der zu ihrem Leben passt – und dass Trauer den Raum bekommt, den sie braucht.